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3D-Scanning am Informationszentrum Umgebindehaus

Am Informationszentrum Umgebindehaus der Hochschule Zittau/Görlitz nutzen wir moderne 3D-Scan-Technologie, um einzigartige Architektur millimetergenau zu erfassen, zu erforschen und dauerhaft zu bewahren.

Erfassung im Feld. Für die dreidimensionale Aufnahme setzen wir terrestrische Laserscanner ein. Der kompakte und schnell einsetzbare Leica BLK 360 eignet sich besonders für die zügige Dokumentation von Innenräumen und beengten Situationen, während der Faro Focus Premium hochauflösende, präzise Punktwolken auch für komplexe Außen- und Tragwerkssituationen liefert. Ergänzend kommen Drohneaufnahmen zum Einsatz: Sie erfasst Dächer, Fassaden und schwer zugängliche Bereiche aus der Luft und liefert mit ihrer Thermalkamera zugleich wertvolle Daten zur energetischen Bewertung der Gebäudehülle.

Verarbeitung und Modellierung. Aus den Einzelaufnahmen entsteht in mehreren Schritten ein vollständiges digitales Abbild. Die Laserscans werden registriert und zu einer gemeinsamen Punktwolke zusammengeführt; die Luftbilddaten verarbeiten wir zu Punktwolken und maßstabsgetreuen Modellen. Dann überführen wir die Punktwolken in saubere, weiterverarbeitbare Flächen- und Volumenmodelle. Den Abschluss bildet die Modellierung in CAD, in der wir aus den Messdaten Baupläne, Bestandsdokumentationen und BIM-Modelle für die Sanierungs- und Denkmalpflegeplanung erstellen.

Wozu das alles dient. Die digitale Erfassung schafft einen präzisen „digitalen Zwilling" jedes untersuchten Hauses. Dieser dient der dauerhaften Dokumentation gefährdeter Bausubstanz, der baugeschichtlichen Forschung, der Planung behutsamer Sanierungen und energetischer Ertüchtigungen sowie der anschaulichen Vermittlung an Eigentümer, Fachleute und Besucher. So verbinden wir am Informationszentrum traditionelle Baukultur mit zukunftsweisender Technologie – und tragen dazu bei, das Erbe der Umgebindehäuser lebendig zu halten.