Entwicklung der Bauweise

Eine klare Entwicklungsreihe der Umgebindehäuser ist durch die Vielfalt, Mischformen und die zeitlich nicht mehr einzuordnende Entstehung bereits verschwundener Häuser nur schwer zu erkennen.
Die Entwicklung vom Geschoss- zum Stockwerksbau erfolgte ca. im 17. Jahrhundert. Es folgte der Bau von großen Umgebindehäusern, sogenannten Faktorenhäusern. Diese zumeist im 18. Jahrhundert erbauten Häuser fallen durch ihre Größe, die Verzierungen und Ausstattungen auf. Sie sollten den Wohlstand der Besitzer demonstrieren.
Mit der Einführung der Eisenbahn im 19. Jahrhundert wurde Schiefer für viele Menschen erschwinglich. Dies führte zu einer Zunahme der Verkleidung der Giebel und des Fachwerks mit Schieferplatten.
Noch im 20. Jahrhundert wurden Umgebindehäuser errichtet, weil man deren Vorteile nicht missen wollte.

Die Bauweise blieb über die Jahre hinweg relativ unverändert erhalten. Sie wurde zwar immer wieder den Bedürfnissen der Menschen angepasst, aber eine klare Entwicklung zu bestimmten Formen und Konstruktionen ist nicht erkennbar.